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Rhodos-Stadt ist der Hauptort und ist eigentlich eine zweigeteilte Inselmetropole. Auf der einen Seite die Neustadt mit ihren zahlreichen Boutiquen und Geschäftshäusern, sie gilt als eine der modernsten Griechenlands, auf der anderen die für den Touristen weitaus sehenswertere Altstadt die mit ihrem mittelalterlichen Flair zum Museumsbesuch und zum Bummeln in den labyrhintähnlichen Gassen geradezu einlädt. Rhodos-Stadt bietet eigentlich für jeden etwas und man sollte mindestens zwei Tage einplanen, um "alles" zu sehen. Start des virtuellen Stadtrundganges ist das Freiheitstor (Pýli Eleftherías), vorbei an den Überresten eines dorischen Aphrodite-Tempels aus dem 3. Jh. v. Chr. Zur rechten folgt die Städtische Pinakothek, die einen Einblick in die neugriechische Malerei im Späten 19. und im 20. Jh. gibt. Etwas weiter gelangt man auf einen kleinen Platz, der Platia Argyrókastrou, wo sich das Alte Ordenshospital befindet. Es beherbergt heute das Museum of Decorative Arts, in dem Trachten, Hausrat sowie Keramiken ausgestellt sind. Der aus einem Taufbecken und der Säule einer frühchristlichen Kirche, von den Italienern erbaute Brunnen, dient als optimales Fotomotiv für ein typisches Urlaubsfoto.
Ein Besuch zwischen März und Mai lohnt sich allein schon wegen der Vegetation. Dann nämlich ist die Insel am blütenreichsten. Rosen, Hibiskus oder Oleander überziehen sie mit einem Blütenteppich, gemischt mit den Farben von Bougainvillea, Jasmin, Geißblatt, Alpenveilchen und Mimosen. Aber auch die vielen Pflanzen, auf den Feldern oder an den Straßenrändern, wie z.B. wilde Tulpen, Anemonen, Klatschmohn und Kallas sorgen für ein sehr prächtiges Farbenspiel. Auch die typischen Baumarten des Mittelmeeres sind auf der Insel zu sehen: Oliven-, Mandel-, Feigen- und natürlich die Zitrusbäume, sowie Zwergeichen, Zypressenarten und Aleppokiefern, deren Harz für den Retsinawein genutzt wird. Vergessen Sie nicht den rhodischen Honig zu kosten, der bereits im Altertum zu Recht berühmt war.
Um die Fauna ist es weitaus artenärmer bestellt. Außer Igeln, Hasen und Wildkaninchen trifft man eventuell noch in unbewohnten Gegenden auf Marder, Dachse oder Füchse. Hunde, Katzen, Esel und Ziegen findet man zuhauf auf der Insel. Ansonsten sind keine größeren Säugetiere mehr in freier Wildbahn anzutreffen. Keine Angst vor dem so genannten „Rhodosdrachen“, einer bis zu 45 cm langen Kammeidechse, die des Öfteren den Weg kreuzt, sie ist völlig harmlos. Auch im Wasser sieht es nicht besser aus, das Meer ist weitgehend leer gefischt – mit ein Grund für die hohen Fischpreise in den Tavernen auf Rhodos. Vor Haien braucht man sich nicht fürchten, sie sind nicht anzutreffen, das Gleiche gilt leider auch für die Delphine, die immer seltener von den Fischern gesichtet werden.
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